S-4/5, S-9, S-10, S-12XL, S-12S, S-14, S-16, S-17, and S-18. |
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hallo Eike!
also, nochmal zu der bremsflüssigkeitsgeschichte - so als kleine erfahrungssammlung - meine gewonnenen erkenntnisse (mit freundlicher unetrstützung durch Klaus Lürßen, tech. leiter beim HLB, flugzeugwartausbilder) (evtl auch zum veröffentlichen, jedoch ohne gewähr!)
1. DOT 3; DOT 4 und DOT 5.1 sind glykolbasiert. diese flüssigkeiten sind nur dann zu verwenden wenn das betreffende system explizit dafür ausgelegt ist, vorher also ins entspr. handbuch schauen bzw den hersteller fragen. (Meistens in den "kleinen" Magura-bremssystemen an der C 42 u.ä. fliegern verwendet)alle anderen, nicht dafür ausgelegten systeme werden nach einiger zeigt durch die aggresivität der glykol basierten flüssigkeiten an den gummidichtungen schaden nehmen bzw zerstört.
2. in flugzeugen (nicht-UL´s...),so auch RANS flugzeugen + UL´S (näheres siehe handbuch) wird standardmäßig fluid 4 oder fluid 41 (hydrauliköl auf mineralbasis) verwendet, diese sind rot gefärbte, hygroskopische hydraulikflüssigkeiten. wetere, gleichbedeutende Bezeichnungen für fluid 41 sind: aeroshell 4 oder MIL spec 5606.
3. eine weitere option, die für systeme in frage kommt, die nicht mit glykolbasierten bremsflüssigkeiten ( DOT 3; DOT 4 und DOT 5.1) befüllt werden dürfen und normalerweise mit fluid 4, also hydrauliköl auf mineralbasis betrieben werden, ist DOT 5 (ACHTUNG! NICHT DOT 5.1!!!). DOT 5 ist silikonbasiert und greift diese systemdichtungen nicht an an. es bietet zusätzlich den vorteil das es nicht (wie fluid 4 bzw 5606) hygrophil ist, d.h. es zieht kein wasser an und muß deswegen nicht bzw. nie mehr gewechselt werden. fluid 4 dagegen sollte eben aus diesem grund mindestens alle zwei jahre, besser aber jährlich gewechselt werden, sonst könnten teile der bremsanlage korrosionsschaden nehmen. DOT 5 ist demnach in flugzeug-bremssystemen verwendbar und die bessere alternative. nebenbei liegt der siedepunkt von DOT 5 deutlich höher als der anderer Bremsflüssigkeiten, für uns jedoch ist lediglich die kompatibilität aussschlaggebend, da in unserem falle eh und jeh keine hohen bremsanlagentemperaturen erreicht werden. DOT 5 ist normalerweise am besten bei HARLEY-DAVIDSON händlern oder im gut sortierten motorradfachhandel zu bekommen.
5. Mischbarkeit der unterschiedlichen flüssigkeiten ist NICHT gegeben (!), das mischen der verschiedenen bremsflüssigkeiten sollte zwingend vermieden werden. insbesondere mineralbasierte und glykolbasierte flüssigkeiten sollten nicht gemsicht werden, da dies zum ausflocken und verstopfen der hydrauliksysteme führen kann.
6.Identifizieren der eingefüllten flüssigkeit ist meist anhand der farbe möglich - standardmäßig sind hydrauliköle rot eingefärbt, glykolbasierte bremsflüssigeiten sind gelb. dennoch ist vorsicht geboten, da dieser grundsatz nicht immer gilt. zur unterscheidung gibt es test kits im autozubehörhandel. alternativ kann man einige tropfen der unbekannten flüssigkeit in ein glas mit wasser geben und schütteln. vermischt sich die flüssigkeit unter geringer schlierenbildung mit dem wasser, ohne sich wieder sichtbar davon zu trennen, so handelt es sich um eine glykolbasierte flüssigkeit. setzen sich nach dem schütteln wieder tröpfchen der flüssigkeit an die wasseroberfläche, so handelt es sich um ein hydrauliköl.
7. reinigen einer bremsanlage, die versehentlicherweise mit der falschen flüssigkeit befüllt wurde kann mit handelsüblichem brennspirtius erfolgen. hierzu braucht man je nach größe der bremsanlage zw. 1 und 2 liter brennspiritus. vorgehensweise: 1.eröffnen beider radbremszylinder und des nachfüllbehälters, hierdurch ablassen der gesamten bremsflüssigkeit. zusätzliches "nachpumpen" am betätigungszylinder, so dass dieser entsprechend geleert wird. wenn das system leer ist wird der vorratsbehälter jetzt solange wieder mit brennspiritus gefüllt und durch bewegen der betätigungszylinder durch das system gepumpt bis die an den radbremszylindern austretende flüssigkeit klar ist. danach sollte man das system mit druckluft durchblasen und dabei ebenfalls die betätigungszylinder bewegen bis aus den öffnungen am radbremszylinder trocken luft austritt. idealerweise sollte das system nun für ca. 1 tag zum trocknen offen gelassen werden. danach kann das system nach handbuch befüllt und entlüftet werden.
noch´n tip aus hessen: aafach uffbasse, rischdische flüssischkeit eifülle!!!!!
...viel spaß beim bremsen wünscht benny.
bitte beachten: alle vorbeschriebenen tipps stammen von privat, garantien werden nicht vergeben, ebenso übernehme ich keine haftung für evtl. entstehende schäden!
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